Onlineshop rechtssicher machen – Pflichtangaben und Anforderungen

Wer einen Online-Shop betreiben möchte muss einige rechtliche Aspekte berücksichtigen. Dazu zählt unter anderem die Impressumspflicht und eine umfassende Datenschutzerklärung. Auf dieser Seite erhalten Sie alle Informationen zur Gestaltung eines rechtssicheren Online-Shops.

1. Die Wahl der Rechtsform

Viele angehende Shop-Betreiber stellen sich zunächst die Frage, ob sie ein Gewerbe anmelden müssen oder nicht. Wie ist der Ablauf und mit welchem Aufwand ist die Gründung verbunden? Allein aus steuerrechtlicher Perspektive ist es notwendig Einnahmen aus dem Betrieb eines Online-Handels mit dem persönliches Jahresabschluss zu melden. Solange keine Einnahmen erzielt werden und die Kosten zum Betrieb der Website nicht zum eigenen Steuervorteil verbucht werden, kann ein Online-Shop auch als Privatperson betrieben werden. Wichtig ist zunächst, dass die Webseite eindeutig einem Verantwortlichen zugewiesen werden kann. Die Mindestanforderung wird durch eine Kontaktmöglichkeit in Form von E-Mail oder Telefonnummer in Verbindung mit der Adresse und dem vollständigen Namen des Betreibers im Impressum erfüllt.

Im Folgenden werden die möglichen Rechtsformen zur Gründung eines Online-Shops vorgestellt.

1.1. Einzelunternehmen

Bei diesem Modell ist der Gründer als Privatperson das Unternehmen und haftet damit auch unbegrenzt mit seinem Privatvermögen. Der bürokratische Aufwand zur Gründung eines Einzelunternehmens ist zunächst sehr gering. Die Gewerbeanmeldung kostet 20 Euro und wird über ein einseitiges Anmeldeblatt in wenigen Minuten abgeschlossen. Und so lange der Gewinn nicht über 60.000 Euro pro Jahr liegt, genügt eine Einnahmenüberschussrechnung für den Jahresabschluss. Das bedeutet, es muss keine Bilanz zum Abschluss der Jahresergebnisse erstellt werden. Das reduziert den Aufwand und damit auch Kosten beim Steuerberater. Die Kleinunternehmerregelung kann angewendet werden wenn weniger als 17.500 Euro Umsatz erwirtschaftet werden. In diesem Fall muss auf Rechnungen keine Umsatzsteuer ausgewiesen werden.

1.2. Die GbR – Gesellschaft bürgerlichen Rechts

Voraussetzung für diese Form der Unternehmensgründung ist dass sich mindestens zwei Geschäftspartner zusammentun. Die Partner haften wie im Einzelunternehmen gemeinsam mit ihrem Privatvermögen. Der Jahresabschluss

1.3. Unternehmergesellschaft (UG)

Die Rechtsform der UG wird inoffiziell auch als Mini-GmbH bezeichnet. Der Vorteil liegt in der Haftungsbeschränkung auf das Gesellschaftsvermögen. Der Online-Shop kann mit einem Startkapital ab einen Euro gegründet werden. Der Nachteil ist der Aufwand für die doppelte Buchführung, ebenso wie der Eintrag ins Handelsregister.

1.4. GmbH

Ein Stammkapital von mindestens 25.000 Euro ist notwendig zur Gründung einer GmbH. Der größte Aufwand entsteht zunächst bei der notariellen Beglaubigung. Hier verständigen sich die Gesellschafter auf einen gemeinsamen Gesellschaftsvertrag. Aber auch einzelne Personen können Ihren Online-Shop als GmbH gründen. Der Vorteil liegt ebenfalls in der Haftungsbeschränkung auf das eingezahlte Stammkapital. Der Eintrags in das Handelsregister und die doppelte Buchführung sind auch hier notwendig.

2. Die Erstellung des Online-Shops

Mit der Auswahl der Rechtsform ist der erste Schritt zur Gründung eines Webshops getan. Bei der technischen Realisierung hilft Software, die auch von Nutzern ohne Erfahrung in diesem Bereich bedient werden kann. Wer nicht über die technischen Kenntnisse verfügt um selbst einen Onlineshop zu erstellen, kann auf einen Homepage Baukasten zugreifen. Beliebte Anbieter dafür sind Wix, Jimdo, Squarespace und Shopify. Jedoch gibt es auch hier Unterschiede in puncto skalierbarkeit. Informieren Sie sich in dem umfangreichen Guide zum Thema Onlineshop erstellen unter https://website-tutor.com/onlineshop-erstellen/.

3. Pflichtangaben für Online-Shops

Allein die Gründung eines Unternehmens und Wahl einer geeigneten Software macht noch keinen rechtssicheren Shop. Nachfolgend werden die Mindestanforderungen und Pflichtgaben zur Rechtssicherheit für Onlineshops genannt.

3.1. Impressum

Ein Impressum mit der Adresse und Kontaktmöglichkeit zum Verantwortlichen Betreiber der Website mit Mail und Telefonnummer sind die erste und am einfachsten zu erfüllende Pflicht für einen rechtssicheren Onlineshop.

3.2. Ausweis der Mehrwertsteuer

Spätestens im Warenkorb muss die enthaltene Mehrwertsteuer auf den Produktpreis angezeigt werden. Einzelunternehmer die weniger als 17.500 Euro Jahresumsatz generieren, können sich auf die Kleinunternehmerregelung berufen. Damit entspricht der angezeigte Preis immer dem Netto-Preis.

3.3. Datenschutzhinweis

Der Onlineshop muss einen Datenschutzhinweis enthalten, der auf die Nutzung von Tracking-Technologien wie Google Analytics, Social Share-Buttos und die sonstige Verwendung von Nutzerdaten hingewiesen wird. Kostenlose Generatoren für Rechtstexte helfen bei der Gestaltung der notwendigen Texte. Mehr zu 3.3. und 3.4. bei Website Tutor.

3.4. Allgemeine Geschäftsbedingungen

Jeder Webshop benötigt AGB’s mit Informationen zu:

  • Rücksendekosten bei Widerruf
  • Informationen zum Vertragsschluss
  • Zahlungsmodalitäten
  • Lieferbedingungen
  • Haftungsbestimmungen